Der Raphon-Altar - Förderkreis Kloster Walkenried

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Der Raphon-Altar

 
Eine historische Sensation war es, als 1994 der Walkenrieder Raphon - Altar in Prag wieder entdeckt wurde. 

Der Altar hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Während der Reformation gelangte der Altar in das Kloster Walkenried und blieb etwa 100 Jahre dort. Als der protestantische Göttinger Stadtrat die Herausgabe der Kirchenschätze forderte, baten die "Paulaner" die Walkenrieder Zisterziensermönche um Hilfe und diese sicherten den Altar vor dem Zugriff der Stadt. Im Bauernkrieg 1525 zerlegten ihn die Mönche und nahmen die Tafeln mit auf ihrer Flucht nach Böhmen, wo er, leider nicht mehr vollständig, in Prag wieder auftauchte. 

Der wertvolle Raphon-Altar aus dem Jahr 1499 stellt das Passionsthema in großartigen Bildtafeln dar. Ein Hauch von Härte mönchischen Lebens bekamen die Besucher des Klosters beim Anblick der Altarreproduktion zu spüren. Insgesamt 13 von 40 Tafeln des in der Kunstgeschichte viel beachteten Flügelaltars sind in der Prager Nationalgalerie sorgsam restauriert worden und erhalten. 

Der Förderkreis Kloster Walkenried hat in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Osterode am Harz eine Reproduktion des Altars im Maßstab 1:25 anfertigen lassen und ihn bis 2010 im Brüdersaal des Klosters der Öffentlichkeit als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Im Orginal ist er weitaus größer dimensioniert, als die ohnehin schon beeindruckende Reproduktion im Kloster Walkenried. Viermal so hoch und viermal so lang war das spätgotische Kunstwerk, das der Maler Hans Raphon schuf. Man kann erahnen, welchen Eindruck solche Arbeiten auf die einfachen Menschen des Mittelalters gemacht haben müssen, deren Leben sich zumeist schlicht und einfach vollzog. 

Leider konnte die Reproduktion des Raphon-Altars im Kloster nur unter erschwerten Bedingungen besichtigt werden. Sie verstaubte im sogenannten "Zaubersaal".
Bei einem Vortrag des Walkenrieder Geschichtsvereins wurde die Reproduktion im Freizeitzentrum vorgestellt und wird seit dem Beginn der Passionszeit im Museum des Walkentrieder Geschichtsvereins (Am Gereiersberg 2) präsentiert.
Das Interesse war und ist zur Zeit sehr gross. Deshalb haben wir die Ausstellung bis Ende Mai 2016 verlängert.  
 
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